Das müssen Sie über E-Bike Akkus wissen

Ergänzend zu unserem Artikel über die verschiedenen Akku-Typen für E-Bikes möchten wir hier noch einige weitere Punkte vorstellen, die im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit und die Lebensdauer eine wichtige Rolle spielen.

Die Ladezeit

Die Ladezeit eines Akkus ist für viele Nutzer besonders wichtig. Schließlich möchte man wissen, wie lange man nach dem Leerfahren warten muss, um das E-Bike endlich wieder in Betrieb nehmen zu können. Lediglich für einige Pendler, die ihr E-Bike abends nach der Arbeit sofort ans Stromnetz hängen und es erst am nächsten Morgen wieder benötigen, kann es relativ egal sein, wie lange die Ladezeit ausfällt. Wer jedoch auch tagsüber öfters mit einem E-Bike in der Stadt unterwegs ist, der wird froh sein, wenn der Akku eine möglichst kurze Ladezeit aufweist und er dieses auch zwischendurch jederzeit wieder aufladen kann.

Wie lange die Ladezeiten effektiv ausfallen, hängt jedoch nicht nur vom verwendeten Akku-Typ ab.

Insbesondere die äußeren Umstände spielen dabei eine große Rolle - zum Beispiel das Wetter. Gilt generell: Bei sehr niedrigen Temperaturen wird sich die Ladezeit der Akkus wesentlich verlängern, während sie im Sommer bei hohen Temperaturen dementsprechend kürzer ausfällt.

Video: Akkupflege - aber richtig ! Was muss ich beim Pedelec - Akku beachten ? (E°Bike Company Mainz)



Einige höherwertige E-Bike-Modelle weisen heute verschiedene Ladezyklen auf, unter denen sich der Nutzer selbst entscheiden kann.

So verfügen gute E-Bikes beispielsweise über eine Schnellladefunktion, bei der der Akku innerhalb von ein- bis zwei Stunden ausreichend geladen ist, um die nächste Fahrt in Angriff zu nehmen. Allerdings wird hierbei der Akku in der Regel nicht vollständig aufgeladen, sondern nur so weit, dass sich eine neue Reichweite von 50 bis 80 % des maximal Möglichen ergibt. Zudem funktioniert dieses Verfahren nur mit modernen Lithium-Akkus, die keinem Memory-Effekt unterliegen. Ansonsten wäre die Schnellladung eher kontraproduktiv und würde die Lebensdauer des Akkus mit der Zeit immer weiter verkürzen.

Ein normaler Ladezyklus für ein E-Bike dauert heute meist zwischen vier und acht Stunden. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, wie leistungsfähig die eingebaute Batterie ist, beziehungsweise wie viel Strom sie speichern kann. Man kann das mit dem Tanken beim Automobil mit Verbrennungsmotor vergleichen - je größer der Tank ist, umso länger dauert auch der Tankvorgang. E-Bike-Modelle mit besonders leistungsfähigen Batterien müssen also auch entsprechend länger an die Steckdose, um die Mehrenergie speichern zu können.

Weiterhin gibt es immer noch ältere Modelle - zum Beispiel mit den inzwischen überholten Blei-Akkumulatoren - die durchaus Ladezeiten von zehn bis zwölf Stunden oder sogar mehr aufweisen. Solche Modelle eignen sich dann lediglich für den Stadtverkehr und für die Freizeit, wenn außerdem noch andere Fahrzeuge im Haushalt zur Verfügung stehen.

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