So halten Sie Ihr E-Bike in Schuss

Damit Sie an Ihrem neuen E-Bike möglichst lange Freude haben, ist es vonnöten, in regelmäßigen Intervallen eine Durchsicht und Überprüfung der Bauteile vorzunehmen. Das frühzeitige Erkennen von kleinen Defekten, die beim Betrieb auftreten können, spart in der Folge vielleicht hohe Reparaturkosten.

Die sensibelsten Komponenten sind die Akkus und die Sicherheitseinrichtungen

Zur Wartung gehört selbstverständlich auch das ordnungsgemäße Laden der mitgelieferten Akkus. Achten Sie unbedingt auf die Angaben in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Dort ist genauestens beschrieben, wann der Akku geladen werden kann oder geladen werden muss. Dazu kommt, dass man als Nutzer die Leistungsfähigkeit der Energiequellen in Eigenregie überwacht und sich merkt, innerhalb welcher Zeit oder nach wie vielen Kilometern kein Strom mehr zur Verfügung steht. Damit vermeidet man, dass man plötzlich ohne Energie dasteht und das E-Bike ausschließlich mit Muskelkraft nach Hause bringen muss.

Neben der Elektronik verdienen aber auch die mechanischen Teile Ihre Aufmerksamkeit.

Wie bei sämtlichen Fahrzeugen, die im Straßenverkehr unterwegs sind, ist eine Kontrolle der Sicherheitseinrichtungen unentbehrlich. Dazu gehören vor allem die Bremsen und die Beleuchtung. Wann haben Sie das letzte Mal mit Ihrem E-Bike eine Vollbremsung durchgeführt? Dieser kleine Test, den Sie selbst vornehmen können, gibt Ihnen die Sicherheit, das E-Bike auch in Grenzsituationen rasch zum Stehen zu bekommen.

Eine Kette ist nur so stark wie das schwächste Glied! Da diese Aussage ebenso für ein E-Bike wie für das normale Fahrrad gilt, spielen die Reifen und der richtige Luftdruck eine tragende Rolle, wenn es um die Sicherheit geht. Den Luftdruck kann man als Nutzer überwachen. Eine einfache Prüfung an der Tankstelle gibt Gewissheit. Mit abgefahrenen Reifen zu fahren birgt außerdem erhebliche Risiken. Man setzt im Falle eines Unfalls sogar den Versicherungsschutz aufs Spiel. Wie beim Auto auch, verliert ein Reifen mit mangelhaftem Profil den Grip und kann somit für einen längeren Bremsweg ursächlich sein.

Die Überprüfung des Antriebes ist nicht für jedermann machbar. Allerdings sollte man spätestens bei einem Leistungsverlust eine Fachwerkstatt aufsuchen, die den Fehler besser lokalisieren und das E-Bike instand setzen kann.

Reinigung - turnusmäßige Inspektionen

Zum Werterhalt des E-Bikes trägt auch die regelmäßige Pflege bei. Bei Fahrten im Regen oder auf Wald- und Feldwegen besteht die Gefahr, dass sich Feuchtigkeit an unzugänglichen Stellen sammelt, die für eine vorzeitige Korrosion verantwortlich ist. Sauber sollte das Elektrofahrzeug nicht nur sein, weil man gerne auf einem sauberen Untersatz sitzt. Die gewissenhafte Reinigung der Scheinwerfer und Reflektoren spielt auch hinsichtlich der Sicherheit eine bedeutsame Rolle. Sehen und gesehen werden, lautet das Motto.

Wer betreffend der Garantieleistungen auf der sicheren Seite sein möchte, der lässt sein neues E-Bike in der Fachwerkstatt warten. Ob die Zweiradwerkstatt in Ihrem Ort sich mit Elektrobikes auskennt, müssen Sie dort direkt erfragen.

Solange keine Instandsetzungsarbeiten notwendig werden, ist die Inspektion eines Elektrofahrrades nicht teuer. Für eine Durchsicht, die die Überprüfung des Antriebs, einen Bremsencheck und eine komplette Sichtung der elektrischen Anlage umfasst, bezahlt man in einer günstigen Fahrradwerkstatt gerade mal 50 bis 70 Euro.
Selbst wenn einmal eine Scheibenbremse nachjustiert werden muss oder eine Glühlampe defekt ist, sprengen die Kosten dafür nicht die Haushaltskasse.

Wie uns was kann man selbst putzen?

Neben den beschriebenen Inspektionen sollte auch die optische und technische Pflege durch den E-Bike-Inhaber selbst nicht zu kurz kommen. Dabei gibt es einige Arbeiten, die auch technische Laien problemlos ausführen können. Hier unsere besten Tipps zu diesem Thema:

Das E-Bike waschen

„Waschen“ sollte bei einem E-Bike grundsätzlich der falsche Ausdruck sein. Das bedeutet: Niemals mit einem direkten Wasserstrahl - z. B. aus dem Gartenschlauch - oder gar mit einem Hochdruckreiniger auf die empfindliche Elektronik zielen! Das könnte irreparable Schäden zur Folge haben. Lediglich für die Felgen bzw. Reifen kann fließendes Wasser zum Reinigen verwendet werden. Alle anderen Teile des E-Bikes sollten Sie lediglich mit einem feuchten Lappen reinigen, das reicht in der Regel völlig aus. Hartnäckigere Verschmutzungen können auch mit einem Spezialreiniger entfernt werden, den es überall dort zu kaufen gibt, wo auch E-Bikes bzw. Ersatzteile angeboten werden.
Nach dem Waschen bzw. feucht Abwischen sollten alle Teile des E-Bikes mit einem weichen, antistatischen Tuch getrocknet werden. Warten Sie etwas 30 Minuten ab, bevor Sie Ihr Bike dann wieder in Betrieb nehmen.

Video: E-Bike Pflege und Wartung - 7 Experten Tipps! (PowUnity)

Pflege

Auch wenn der Antrieb eines E-Bikes in der Regel wartungsfrei gestaltet ist, verlangen andere Baugruppen nach eben dieser regelmäßigen Wartung. So müssen beispielsweise Gangschaltung und Kette im vorgeschriebenen Turnus mit Fett bzw. Öl versorgt werden. Vorsicht: Verwenden Sie hierfür nur Öle und Fette, die von Hersteller ausdrücklich zugelassen sind. Ihr Händler kann diesbezüglich fachkundige Auskünfte geben. Auch die verbauten Seilzüge müssen von Zeit zu Zeit abgeschmiert werden, ansonsten werden sie schwergängig und es können sich in der Folge mechanische Defekte einstellen.

Die lackierten Teile und Flächen des E-Bikes danken es, wenn Sie einmal im Jahr mit einer speziellen Lackversiegelung vor Ausbleichen und Veränderungen der Oberfläche geschützt werden. Scharfe Polituren sollten Sie nur dann verwenden, wenn der Lack schon sichtbar gelitten hat und es keine andere Möglichkeit mehr gibt, ihm wieder die originale Optik zu verleihen.

Wohin mit dem E-Bike, wenn es Nacht wird?

Neben der Einplanung einer recht beträchtlichen Investition ist es zudem ratsam, sich Gedanken darüber zu machen, wo das Elektrofahrrad abgestellt wird, wenn man es nicht benötigt. Aufgrund des nicht unerheblichen Eigengewichtes erscheint das Einstellen im Keller nur wenig praktikabel, schließlich muss es vor dem nächsten Einsatz wieder nach oben gewuchtet werden.
Auch am Arbeitsplatz ist es von Vorteil, wenn man das teure Elektrofahrrad bewacht abstellen kann. Viele Firmen bieten einen solchen Service an. In anderen Fällen muss man jedoch das Risiko eingehen, sein E-Bike unbewacht zu parken. Den Akku sollte man aber mitnehmen. In der Summe werden diese kleinen Nachteile jedoch aufgrund der vielen Vorteile in Kauf genommen. Ein hochwertiges Fahrrad oder ein Motorroller muss oftmals auch an der Straße abgestellt werden.

Fazit: Gute Pflege dankt Ihnen Ihr E-Bike mit Zuverlässigkeit und langer Haltbarkeit

Im Grunde benötigt ein E-Bike gar nicht viel mehr Pflege als ein normales Fahrrad. Lassen Sie die technischen Komponenten nach Vorschrift von einem Fachhändler warten, den Rest können Sie problemlos selbst machen. So werden Sie lange Freude an Ihrem E-Bike haben und sich stets über dessen Zuverlässigkeit freuen können.

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